Erfolgsfaktor Empathie in der Führung
Emotional ist Empathie eher anstrengend, wie ich im letzten Artikel dargestellt habe. Hier kommt jetzt das Trotzdem. Warum sollten Sie sich die Geschichte mit der Empathie trotzdem antun? Ganz einfach: Sie verbessert die Erfolgschancen.
Empathie hilft unter anderem,
- den richtigen Ton zu treffen,
- Missverständnisse zu vermeiden,
- Konflikte frühzeitig zu erkennen,
- die passenden Maßnahmen für unterschiedliche Menschen zu ergreifen und
- ein Arbeitsklima zu schaffen, das die guten Mitarbeiter ungerne verlassen, auch wenn der Personalberater am Telefon mit einem interessanten Angebot lockt.
Führung besteht zu einem riesengroßen Teil aus Kommunikation. Führungskräfte müssen so delegieren, dass auf der anderen Seite die Aufgabe verstanden wird und möglichst auch noch mit Elan ausgeführt wird. Sie müssen Ziele erläutern und vereinbaren, herausfinden, wo die Mitarbeiter noch Entwicklungsbedarf haben und entsprechende Maßnahmen verabreden, eingreifen, bevor Konflikte eskalieren, Anliegen der eigenen Gruppe “nach oben” wirkungsvoll vertreten und und und.
In all diesen Situationen hilft Empathie, den passenden Zeitpunkt und Rahmen zu wählen, die Worte und den Tonfall der Situation und den Personen anzupassen. Während der eine Mitarbeiter erst langsam aufzuwachen beginnt, wenn ihm direkt, ausfühlich und mit allen drohenden Konsequenzen sein Fehlverhalten aufgezeigt wird, löst das gleiche Vorgehen bei einem anderen Mitarbeiter Angst aus und führt zu einer erhöhten Fehlerquote oder gar Krankmeldungen.
Eine Führungskraft ist dann erfolgreich, wenn ihre Botschaft die gewünschte Wirkung entfaltet. Durch Empathie gelingt es wesentlich leichter, die passende Verpackung dafür zu wählen.